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Durch Nacht zum Licht: Wir kennen das von vielen Musikstücken; ein Beispiel: In Beethovens 6. Symphonie, der Pastorale, folgt auf einen finster bewegten, ein Gewitter darstellenden, finster-leidenschaftlichen Satz der Wechsel zum Hellen, Heiteren, Erlösten. Manchmal höre ich dieses Stück, weil ich genau diesen Umbruch in der Klangfarbe, der Instrumentierung herbeisehne. Gerade, wenn ich an den Bürgerkrieg in Syrien denke. Vor dem Krieg besuchte ich Aleppo, eine faszinierende Stadt – heute eine Trümmerwüste. Wann wird dort aus Krieg Waffenstillstand, aus Waffenstillstand Frieden? Die Passionszeit unseres christlichen Kirchenjahres spiegelt wider, wie erlösungsbedürftig Menschen sind, wie sehr wir aus der Finsternis herauswollen und zum Licht drängen. Nicht nur in dem ganz realen Sinn, dass wir mit dem Ende des Winters die Frühlingszeit begrüßen. Nein, mehr: Wir hoffen auf ein Ende von Problemen, die uns bedrücken. Wir spüren, dass wir Kreuze zu tragen haben. Der eine kämpft um seine Gesundheit, die andere hat Angst, wenn sie an die Zukunft ihrer Partnerschaft denkt. Kinder fragen sich, wie sie dem Schulstress gewachsen sein sollen. Gründe gibt es genug, sich so zu fühlen wie Jesus, der mit dem Kreuz eine schwere Last trägt. Anlässe gibt es viele, dass man sich fühlt, als schließe sich die Tür zu ewiger Nacht. Man hält solche Phasen im Leben nur dann aus, wenn man die innere Gewissheit hat, dass all dies ein Ende haben wird: Gott hat der Dauer unseres Leids eine Grenze gesetzt. Mit dem Osterwunder wird uns der Aufbruch in eine neue Zeit geschenkt. In der biblischen Geschichte wird uns erzählt, dass das Grab Jesu am Ostermorgen leer war und sich der Auferstandene in einer Lichterscheinung – in verwandelter Form – seinen Jüngerinnen und Jüngern zeigte. Aus der Nacht der Kreuzestage wurde das Licht des Osterfests. Durch Nacht zum Licht: Das kann auch unsere Erfahrung werden, wenn wir uns von der Lebensenergie Gottes beschenken lassen.

 

Ihr Thomas Benner