Start Neuigkeiten Reisebericht: BALTIKUM – eine Sommerreise durch Litauen, Lettland und Estland von C. und B.W. Richter
   
Terminänderungen!!!
Reisebericht: BALTIKUM – eine Sommerreise durch Litauen, Lettland und Estland von C. und B.W. Richter PDF Drucken E-Mail

Die Autorundreise im Sommer 2017 beginnt mit einer Fährüberfahrt von Kiel nach Klaipeda, dem ehemaligen Memel, heute in Litauen gelegen. Das Wetter ist gut, wenn auch etwas kühl, die Fahrräder sind auch dabei.


Nach der erholsamen Fährpassage fahren wir sofort weiter nach Riga, der Hauptstadt Lettlands. Von Rigas Altstadt und vor allem vom Jugendstilviertel sind wir begeistert und erkunden alles ausführlich. Weiter geht es entlang der Rigaer Bucht nach Estland, dem nördlichsten der drei baltischen Staaten. Hier fahren wir in einem weiten Bogen über den Badeort Pärnu, der Sommerhauptstadt Estlands zur Insel Saaremaa (dem früheren Ösel).

Überall findet man alte Kirchen mit sehr vielen deutschen Grabsteinen. Bis zu ihrer neuen Selbstständigkeit im Jahr 1992 waren alle drei baltischen Staaten jahrhundertelang immer wieder von fremden Mächten okkupiert und wurden auch durch diese geprägt. Deshalb begegnen wir immer wieder den Hinterlassenschaften der Schweden, Deutschen, Russen, Polen und anderer. Sie prägten die drei Länder durch ihre Gebäude, Kirchen, Burgen und Landsitze in einem hohen Maße.

Wieder zurück auf dem Festland reisen wir über Haapsalu nach Tallinn, dem ehemaligen Reval, der Hauptstadt Estlands. Tallinn macht auch heute noch den Eindruck einer mittelalterlichen Stadt, aber auch der Einfluss der russischen Kultur ist unübersehbar. Wir fahren weiter entlang der Nordküste mit dem herrlichen Lahemaa-Nationalpark, entlang der russsischen Grenze (Peipus-See) zur alten Universitätsstadt Tartu, dem früheren Dorpat.

Von dort aus geht es wieder nach Lettland, diesmal zum Gauja-Nationalpark. Überall gibt es eine Unzahl von Störchen, die Landschaften erinnern sehr an Dänemark, Südschweden, aber auch Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern.

Das letzte, von uns besuchte Land ist dann Litauen. Im Gegensatz zu Lettland und Estland, wo der Protestantismus die Hauptrolle spielt, ist Litauen stark vom Katholizismus geprägt. Litauen und Polen bildeten auch für lange Zeit einen gemeinsamen Staat.

Nach einer Fahrt entlang der weißrussischen Grenze erreichen wir die Hauptstadt Vilnius, das frühere Wilna. In Vilnius, auch „Rom des Baltikums“ genannt, finden wir die Baustile aller Jahrhunderte wieder. Besonders beeindruckend ist auch der Besuch von Trakai, einer Wasserburg aus dem Mittelalter, mitten in einem See gelegen.

Entlang der Memel, in Sichtweite zum ehemaligen Ostpreussen, fahren wir danach auf die Kurische Nehrung und bleiben einige Tage im Fischerort Nida, dem früheren Nidden, ganz nah an der heutigen russischen Grenze gelegen. Mit den Fahrrädern erkunden wir die beiden Seiten der Nehrung, im Westen liegt die Ostsee, im Osten das Kurische Haff und überall gibt es hohe Sanddünen.

Nach all diesen vielfältigen Eindrücken ist die Sommerrundreise durch das Baltikum beendet. Von Klaipeda geht es nach drei Wochen mit der Fähre wieder zurück über Kiel  nach Kassel.

Christa und Bernd W. Richter - Kassel, im Oktober 2017

Einen ausführlichen Bericht können Sie

am 7. März 2018 um 15 Uhr im Gemeindehaus Kirchditmold

hören und sehen - im Rahmen des Seniorennachmittags