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Auf ein Wort - Sommer 2017 PDF Drucken E-Mail

Endlich geht’s los! Urlaubszeit ist Reisezeit. Nach vielen Stunden Fahrt sind wir angekommen. Ich packe den Koffer aus. Jedes Ding braucht seinen Platz. Sonnencreme, Zahnbürste, Socken, Bücher, Ladekabel für’s Handy. Die kleine Ferienwohnung soll unser Zuhause sein für die nächsten Tage. Natürlich ist da vieles anders, als Zuhause. Man muss zusehen, womit man auskommt. Kochen ohne die vertrauten Utensilien, waschen ohne Waschmaschine – es muss improvisiert werden.

Reisen heißt auch: sich neu zu orientieren, heißt, sich auf das Hier und Jetzt einlassen: Wie weit ist es zum Meer, wo kann ich Essen kaufen, wie ist das Wetter?

Es braucht immer eine Weile, bis man wirklich angekommen ist. Bis man abgeschüttelt hat, was einen noch beschäftigt vom Alltag, von dem, was daheim so alles zurückgelassen wurde.

Doch nach einer Weile ist es soweit. Es ist, als würde die Seele dem Körper nachreisen, um endlich auch Urlaub zu machen. Dann ist alles gut, im Gleichgewicht zwischen An- und Abreise, dann können wir unsere Seele baumeln lassen. Jede und jeder von uns braucht das. Und dabei ist es egal, ob man weit weg in den Strandurlaub fliegt oder bloß in den Schrebergarten spaziert, der im Sommer eine Insel der Erholung inmitten des Stadtgewimmels ist. Wir durchbrechen den Alltag, um neue Kraft zu schöpfen.

Aber irgendwann kommt der Moment wo mir bewusst wird: bald geht’s wieder heim. Ich packe wieder zusammen, was wir mitgebracht hatten. Was wohl zu Hause wartet? Nach einer Reise freue ich mich auf das vertraute Essen, das eigene Bett, die bekannten Gesichter. Es ist schön, weg gewesen zu sein, aber auch gut, nach Hause zu kommen.

Urlaubszeit. Erholung für die Seele. Und ich denke an das, was der Dichter des 139. Psalms von unserem Gott beschreibt: „Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort Deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.“ Gott reist auch mit. Und vielleicht erlebt unsere „baumelnde“ Seele ja genau in diesem Urlaub, wie gut es Gott mit uns meint und wie nah er uns ist.

Ich wünsche Ihnen einen behüteten Sommer!

Ihr

Christopher Williamson