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Auf ein Wort: "Weihnachten" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Regine Pohl   
Donnerstag, den 16. November 2017 um 20:37 Uhr

Was wären wir ohne unsere Mütter? Was wären wir ohne die Frauen, die mit uns schwanger gingen, uns auf die Welt brachten, uns nährten und Wärme schenkten?

Mit gutem Grund stehen solche Grundfragen und Erfahrungen im Hintergrund der Weihnachtsgeschichte. Das Bild der jungen Mutter mit dem Säugling im Arm – und nicht zu vergessen mit dem wachenden Vater im Hintergrund - spricht uns an. Es erzählt einen Teil unserer eigenen Geschichte.

Die Liebe begegnet dem Angewiesensein auf Schutz. Maria mit dem Jesuskind auf dem Schoß und dem schützenden Joseph: Das verbindet die Gottesgeschichte mit der Menschengeschichte. Der ferne Gott, abstrakt, mit Mühe denkbar; wird Mensch. Die Würde des Menschen als Gotteskind wird neu gestiftet. Indem Gott ebenso verletzbar wird wie du und ich, zeigt er seine tiefe Liebe zur Schöpfung. Weihnachten ist mehr als Tannenduft und Kerzenschein. Weihnachten versöhnt uns mit Gott und unserem Leben, das wir manchmal als schwer erträglich erfahren. Indem Gott Mensch wird, nimmt er Anteil an meinem Leben. Er wird zum Bruder, zum Weggefährten. Das gibt meinem Leben eine neue Tiefe. Das macht mich stärker und schenkt mir Trost. Der Bruder, das Kind in der Krippe, teilt mein Leben. Maria, die junge Frau mit dem Kind in den Armen, wird eines Tages eine Mutter mit dem Leichnam ihres toten Sohnes Jesus auf den Knien sein. Wir sehen die Pietá von Michelangelo vor uns. Von der Weihnachtskrippe führt der Weg zum Kreuz, durch den Tod hindurch zum österlichen neuen Leben. Unser Leben spiegelt sich im symbolischen Lebensweg des Kindes von Bethlehem.

Seinem Geheimnis spüren wir nach in den heiligen Tagen der adventlichen Erwartung und der weihnachtlichen Erfüllung. Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest!

 

Ihr Thomas Benner